21.04.2015

Lust auf reisen? Es geht auch umweltfreundlich


Im Alltag werden die Menschen immer bewusster, nun wird es Zeit, dass auch beim Reisen mal an die Umwelt gedacht wird. Die Deutschen sind mit Abstand Reiseweltmeister. Selbst in Amerika, wo die Bevölkerung das dreieinhalbfache umfasst, wird nicht annähernd erreicht, was die Deutschen in ihren Urlauben ausgeben. In der Tat sollten wir uns ein paar Gedanken über die Nachhaltigkeit der Reisen machen, dass unsere Reisewut zum Segen und nicht zum Fluch für den Globus wird.

1. Weniger fliegen!
Im Kleinen kann man hier schon beginnen, indem man freiwillig einen kleinen Betrag bei Flugbuchungen bezahlt, die man für "klimafreundliches" Fliegen bezahlt. Auf dieser Seite kann man für die gewählte Flugstrecke einen Ausgleich spenden: https://www.atmosfair.de/.
Auch sollte man darauf achtet, nicht zu viel Gepäck als nötig mitzunehmen. Meist bringt man die Hälfte der Kleidung unbenutzt wieder zurück. Bewusstes Packen, spart Gewicht und Energie beim Fliegen.
Besser ist es jedoch die Vielfliegerei, die sich viele durch günstige Preise angewöhnt haben, wieder stark zu reduzieren. Häufige und lange Flugreisen sind besonders schädigend für Klima und Umwelt, weil Abgase in normalen Flughöhen eine ca. 4-fache Treibhauswirkung in Vergleich zu bodennahen Abgasen haben. Strecken unter 600 km kann man bequem mit dem Auto, Mitfahrgelegenheiten oder besser, mit der Bahn zurücklegen. Am Urlaubsort sollte man sich vorrangig per Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen.

2. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?
Ein schönes Sprichwort und wie wahr, wie wahr! Reisen einmal anders entdecken, die Möglichkeiten von Radtouren und Wanderreisen wahrnehmen - nichts ist schöner als am Ende ans Ziel zu kommen und wissen was man getan hat. Auch sonst bietet Deutschland und die umliegenden Länder viel: Kletterreisen, Wälder und Landschaften zu Pferde entdecken, Yoga-Reisen zum Entspannen, Treibholz oder Kanureisen, etc.
Wer doch in die Ferne schweifen möchte, sollte sich vorher über alternatives / nachhaltiges Reisen informieren. Hier gibt es Reisen, die anbieten, einen Teil des Urlaubs damit zu verbringen in Camps oder Tieren zu helfen, Länder & Kultur ganz anders und richtig kennenzulernen etc.
Hierzu ein paar Tips:
http://www.travel-friends.com, http://www.fairunterwegs.org, http://forumandersreisen.de/ und viele mehr. 

2. Auswahl der Unterkunft.
Der nächste Schritt wäre es, sich nach umweltorientierten Unterkünften oder Campingplätzen umzuschauen. Es gibt schon sehr viele Biobauernhöfe und -hotels. Gerne könnt Ihr hier auch Eure Erfahrungen mit Unterkünften dieser Art noch in unserem Artikel bei Experts unterbringen. Wir freuen uns über Euer Feedback.
All-Inclusive Angebote sollten vermieden werden, da diese für die Zielorte wenig gewinnbringend und für Vorort Ansässige, z.B. kleine Betriebe geradezu geschäftsschädigend sind. Wo wir auch gleich zum nächsten Punkt kommen...

3. Verhalten & Aktivitäten vor Ort:
  • lokale Produkte kaufen und lokale Services wahrnehmen
  • Sich vorab über die Region und den Ort informieren. Ein paar Worte in der jeweiligen Sprache öffnen Türen und zeigen Interesse. 
  • Vorsicht beim Souvenirkauf: auf umweltbewusste Dinge achten (Naturprodukte aus der Region), keine Souvenirs, die aus Bestandteilen bedrohter Tierarten stammen, und auf Souvenirs, die nachher im Müll landen lieber verzichten.
  • Sport ist immer gut. Jedoch sollte auch dieser nachhaltig und der Landschaft angepasst sein. Joggen, Radeln (auf gekennzeichneten Wegen), Yoga, Rudern, Segeln. etc. sind allemal besser als Golf spielen und jegliche Sportarten mit Motoren.
Dann kann es ja losgehen! Mit gutem Gewissen ab in's Vergnügen bringt sicherlich noch mehr Freude am Reisen! Wir freuen uns über Reiseberichte Eurer nachhaltigen Reisen - einfach an info@top50-solar.de
Viel Spass und Bewusstsein für diesen Sommer Euer Top50-Solar Team!